Anne-Conway-Straße 5
28359 Bremen
mdc.pim
eCl@ss
Ist der bekannteste und am weitesten verbreitete deutsche Klassifikationsstandard, der aber auch international Bedeutung hat. Er entstand auf Betreiben deutscher Industrieunternehmen (ecl@ss e.V.) mit dem Ziel, durch Vereinheitlichung den Datenaustausch zu vereinfachen und so Kosten einzusparen. Er bietet vier hierarchische Ebenen zur Klassifikation eines Produktes an:

UNSPSC
Auch UNSPSC zielt auf eine einfache einheitliche Klassifikation von Produkten. Dieser internationale Standard der Vereinten Nationen wurde gemeinsam vom UNDP (United Nations Development Programme) und dem Unternehmen D&B entwickelt und unterstützt fünf Hierarchien:
- Segment of Products
- Family of Products
- Class of Products
- Commodity
- Business Type
UNSPSC kann keine zusätzlichen merkmale in sein Schema integrieren.
ETIM
Das "Elektrotechnische Informationsmodell" wurde vom ETIM Deutschland e.V. speziell für die deutsche Elektroindustrie entwickelt.
ETIM setzt auf ein weniger hierarchisch orientiertes Prinzip, sondern nutzt Klassennamen (insgesamt 1.200!) und Merkmalleisten (sieben bis zwölf Merkmale), die es zu einem eher horizontal ausgerichteten System machen und hoch detaillierte Beschreibungen ermöglichen. ETIM e.V. und und ecl@ss e.V. haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.
profiCl@ss
Auch proficl@ss setzt auf eine hoch detaillierte Struktur der Klassifikation. Durch die komplexere Beschreibung wird die Auffindbarkeit von Objekten mit vielen ähnlichen Eigenschaften erhöht.
proficl@ss wird deshalb vor allem in der Bauindustrie und verwandten Branchen eingesetzt. Auch hier haben öffentliche und industrielle Interessenten zusammengewirkt, um neue Standards zu schaffen; an erster Stelle steht das Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation.
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